Wort-Erklärungen


i


Inklusion
Das bedeutet:
Alle Menschen können überall dabei sein.
Und kein Mensch wird aus-geschlossen.
Jeder Mensch ist richtig, so wie er ist.
Es ist ganz egal:
·  Woher die Menschen kommen.
·  Wie alt die Menschen sind.
·  An welchen Gott sie glauben.
·  Ob sie eine Behinderung haben.
·  Ob sie sich als Frau fühlen,
   oder als Mann fühlen.
   Oder ob sie sich ganz anders fühlen.
·  Oder wen sie lieben.

 

 


inter*
Das Wort inter* bedeutet: Da-zwischen.
Das bedeutet zum Beispiel:
Der Arzt sagt bei der Geburt von einem Baby:
Dieses Baby ist:
·  Kein Mädchen
·  und es ist kein Junge.
   Sondern das Baby ist da-zwischen.
   Das Baby hat:
   Die Geschlechts-Organe von Jungen und Mädchen.
   Zum Beispiel:
   ·  Einen Penis

   ·  und eine Vulva.


Viele Menschen denken deshalb
schlechte Sachen über inter*-Menschen.
Zum Beispiel:
·  Dass inter*-Menschen krank sind.
·  Oder dass sie nicht normal sind.
Deshalb werden viele inter*-Menschen
bei vielen Sachen aus-geschlossen.

 

 


inter*-geschlechtlich
Das ist ein medizinisches Wort.
Es bedeutet:
Es gibt nicht nur Körper von Männern
oder Körper von Frauen.
Sondern es gibt auch Menschen:
Die Körper-Merkmale von Männern und Frauen haben.
Zum Beispiel:
·  Ein Mensch hat einen Penis.
   Das ist ein Körper-Merkmal von einem Mann.
·  Und der Mensch hat einen Busen.
   Das ist ein Körper-Merkmal von einer Frau.

 

 


intersektional oder Intersektionalität
Das bedeutet:
Alle Menschen sind unterschiedlich.
Zum Beispiel wegen diesen Sachen:
·  Wo ein Mensch her-kommt.
·  Welche Haut-Farbe ein Mensch hat.
·  An welchen Gott ein Mensch glaubt.
·  Wie alt ein Mensch ist.
·  Oder wen ein Mensch liebt.
Zum Beispiel: Wenn er lesbisch oder schwul ist.

Einige Wissenschaftler wollen wissen:
Wegen welchen Sachen die Menschen diskriminiert werden.
Und sie wollen wissen:
Was die Menschen machen können,
damit alle Menschen beachtet werden.
In schwerer Sprache heißt das:
Die Wissenschaftler forschen intersektional.

 

 


lesbisch oder Lesbe

Das sind Frauen,
die Frauen lieben.

 

 


M

Mehrfach-Diskriminierung

Manchmal werden Menschen

wegen mehreren Sachen gleichzeitig diskriminiert.

Zum Beispiel:

·  Weil ein Mensch aus einem anderen Land kommt.

·  Und weil der Mensch anders aussieht.

   Zum Beispiel:

   ·  Der Mensch hat eine dunkle Haut-Farbe,

   ·  dunkel-braune Augen

   ·  und schwarze Haare.

·  Und weil der Mensch lesbisch ist.

·  Oder weil ein Mensch schwul ist.

·  Oder weil ein Mensch trans* ist.

·  Oder weil ein Mensch bi-sexuell ist.

Zum Beispiel:

Ida liebt eine Frau:

Ihre Freundin Anna.

Ida hat schwarze Haare und dunkel-braune Augen.

Viele Menschen denken deshalb:

Dass Ida nicht aus Deutschland ist.

Manchmal wird Ida nicht gleich behandelt wie Anna.

Wegen diesen 2 Sachen:

·  Weil sie eine Frau liebt.

·  Und weil sie schwarze Haare

   und dunkel-braune Augen hat.

 

 


N

nicht-binär
Binär bedeutet:
Es gibt 2 Gruppen von Menschen:
·  Männer
·  und Frauen.

Manche Menschen wollen aber nicht
in diese 2 Menschen-Gruppen ein-geordnet werden.
Weil sie über sich selber sagen:
·  Sie sind kein Mann.
·  Und sie sind keine Frau.
Solche Menschen werden nicht-binär genannt.

Zum Beispiel:
Ein Mensch hat Brüste.
Und er hat eine Vulva.
Aber der Mensch sagt:
Ich fühle mich nicht als Frau.
Ich bin einfach ich.

 

 


normal
Normal bedeutet zum Beispiel:
Sich an Regeln zu halten,
an die sich alle Menschen halten.

Viele Sachen können sich verändern.
Und viele Sachen können normal werden.
Vor langer Zeit gab es viele Regeln,
die es heute nicht mehr gibt.
Zum Beispiel:
·  Frauen hatten vor langer Zeit nur Kleider oder Röcke an.
Es war nicht normal:
Wenn die Frauen Hosen an-hatten.

Deshalb ist es gut:
Wenn sich die Menschen für Vielfalt stark machen.
Und wenn sich viele Menschen dafür stark machen:
Dass sich Regeln ändern.
Damit jeder Mensch so sein kann, wie er möchte.
Und damit alle Menschen gleich gut behandelt werden.

 

 


O

P

pansexuell oder Pansexualität
Das bedeutet:
Ein Mensch liebt einen anderen Menschen:
·  Weil er zu ihm passt.
·  Weil er sich gut mit dem Menschen versteht.
·  Und weil er ihn gerne hat.
Es ist ihm ganz egal:
Ob der Mensch ein Mann
oder eine Frau ist.
Oder ob der Mensch etwas ganz anderes ist.

 

 


Q

Queer
Das wird so aus-gesprochen: kwier.
Das bedeutet:
Es gibt viel mehr als diese 2 Möglichkeiten:
·  Männer, die Frauen lieben.
·  Oder Frauen, die Männer lieben.
·  Menschen, die Frauen sind.
·  Oder Menschen, die Männer sind.

Es gibt zum Beispiel:
·  Frauen, die Frauen lieben.
·  Menschen, die Männer
   und Frauen lieben.
·  Menschen, die einen Penis haben.
   Und sich wie eine Frau fühlen.
·  Menschen, die Brüste haben.
   Und sich wie ein Mann fühlen.
·  Menschen mit Brüsten und einem Penis.
·  Oder Menschen, die sich nicht als Mann
und auch nicht als Frau fühlen.
Sondern ganz anders.
Viele von diesen Menschen sagen: Ich bin queer.
Das bedeutet: Ich bin anders.

 

 


R

Regenbogen-Familie
Das sind zum Beispiel Familien:
·  Wo 2 Männer und ihre Kinder zusammen-leben.
·  Oder wo 2 Frauen und ihre Kinder zusammen-leben.

 

 


Regenbogen-Fahne
Die Regenbogen-Fahne ist auf der ganzen Welt
das Zeichen für Lesben und Schwule.
Und sie ist das Zeichen dafür:
Dass Lesben und Schwule genauso behandelt werden sollen
wie andere Menschen.
Die Fahne hat die Farben:

·  Rot,
·  Orange,
·  Gelb,
·  Grün,
·  Blau
·  und Lila.

 

 


Rosa Winkel und Schwarzer Winkel
Im National-Sozialismus wurden viele Schwule verfolgt.
Sie wurden gefangen genommen.
Und sie wurden in Konzentrations-Lager gebracht.
Dort hatten alle Gefangenen besondere Kleidung an.
Die Schwulen mussten
Kleidung mit rosa Stoff-Aufnähern tragen.
Die rosa Stoff-Aufnäher haben den Namen: Rosa Winkel.
Die rosa Winkel sehen aus wie ein Drei-Eck.
Durch die rosa Winkel haben die Wächter sofort gesehen:
Dieser Mann ist schwul.
Die Schwulen wurden besonders schlimm behandelt.

Heute tragen manche Schwule absichtlich den rosa Winkel.
Sie wollen zeigen:
Dass sie stolz darauf sind, schwul zu sein.

In Konzentrations-Lagern gab es auch Lesben.
Die Lesben mussten dort einen schwarzen Stoff-Aufnäher tragen.
Der schwarze Stoff-Aufnäher hat den Namen: Schwarzer Winkel.

 


S

schwul oder Schwuler
Das sind Männer,
die Männer lieben.

 

 


sexuelle Orientierung
Das bedeutet:
Wen ein Mensch liebt.
Oder mit welchen Menschen jemand Sex haben will.

Sexuelle Orientierungen sind:
· bi-sexuell,
· hetero-sexuell,
· a-sexuell,
·  pan-sexuell
·  und homo-sexuell.

Zum Beispiel:
Paul liebt Frauen und Männer.
Seine sexuelle Orientierung ist: bi-sexuell.

 

 


T

trans*
Bei der Geburt von einem Menschen haben die Eltern gesagt:
Das ist ein Junge.
Aber der Mensch sagt:
Ich fühle mich nicht wie ein Junge.
Ich fühle mich wie ein Mädchen.
Diese Menschen heißen auch:
·  trans*-Mädchen
·  oder trans*-Frauen.

Oder bei der Geburt von einem Menschen haben die Eltern gesagt:
Das ist ein Mädchen.
Aber der Mensch sagt später:
Ich fühle mich nicht wie ein Mädchen.
Ich fühle mich wie ein Junge.
Diese Menschen heißen auch:
·  trans*-Jungen
·  oder trans*-Männer.

Manche trans*-Menschen lassen sich operieren.
Zum Beispiel:
Ein Mensch, zu dem alle sagen:
Dass er eine Frau ist.
Aber der Mensch fühlt sich als Mann.
Der Mensch lässt sich operieren, damit er einen Männer-Körper hat.
Er bekommt dann zum Beispiel einen Penis.


Und trans*-Menschen können auch Menschen sein,
die nicht als Mann oder als Frau leben.
Sie finden es nicht gut:
Dass Menschen in 2 Gruppen aufgeteilt werden:
In die Gruppen:
·  Männer
·  und Frauen.


Weil die Menschen über sich selber sagen:
Sie sind kein Mann
und sie sind keine Frau.

 

 


Trans*-Feindlichkeit
Viele Menschen denken schlecht über trans*-Menschen.
Und viele trans*-Menschen werden schlecht behandelt.
Zum Beispiel:
·  Menschen sagen schlechte Sachen über trans*-Menschen.
Zum Beispiel:
Sie sagen absichtlich den falschen Namen.
·  trans*-Menschen werden geschlagen.
·  Oder sie werden angefasst.
   Obwohl sie das nicht wollen.

Deshalb müssen sich mehr Menschen dafür stark machen:
·  Für trans*-Menschen
·  und für Vielfalt.
Und es muss viel mehr gemacht werden:
Damit trans*-Menschen in unserer Gesellschaft gut leben können.
Zum Beispiel:
·  Aufklärungs-Angebote,
·  Öffentlichkeits-Arbeit.

 

 

Das Gesetz für die Schwulen-Verfolgung
Lange Zeit war es streng verboten:
Wenn Männer mit anderen Männern Sex hatten.
Deshalb konnten Männer ins Gefängnis kommen.

Das war auch in dem Straf-Gesetz-Buch auf-geschrieben.
Es war das Gesetz mit dem Paragrafen 175.

Es hat fast 100 Jahre gedauert:
Bis es den Paragrafen 175 nicht mehr gab.
Jetzt können Männer mit-einander Sex haben.
Und sie müssen keine Angst mehr haben.